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Nachhaltigkeitsbericht 2014_opti

70 Umwelt Hochwertiger Recyclingbetonstein Um den Bedarf an Primärrohstoffen zu verringern und zugleich unsere Ressourceneffektivität zu erhöhen, beginnen wir damit, Naturrohstoffe aus Steinbrüchen durch hochwertigen Recy- clingsplitt zu ersetzen. Seit Oktober 2014 werden die produkti- onsbedingten Betonabfälle durch externe Dienstleister wieder aufbereitet, so dass wir erstmalig 5% Recyclingsplitt dem Kern- beton zuführen können. Da die Ausgangsstoffe die gleichen sind, steht Recyclingbeton einem herkömmlich produzierten Betonstein qualitativ in nichts nach. Unser Ziel ist es, bis 2017 den Rohstoffbedarf zu 20% durch Recyclingsplitt zu decken. Für einzelne Produktgruppen ist ein Recyclinganteil von bis zu 50% technisch ohne Weiteres möglich. Zur Etablierung eines geschlossenen Stoffkreislaufs können unsere Kunden zukünftig in den Recycling-Zyklus von Beton einbezogen werden. Ziel ist es, bereits verlegtes Pflaster nach der Nutzung zu hochwertigem Recyclingmaterial zu verarbei- ten und zur Fertigung neuer Pflastersteine einzusetzen. Bis 2018 möchten wir ein Rücknahmesystem für Altpflaster bei ausgewählten Geschäftskunden einrichten. Bindemittel Einen besonders hohen Einfluss auf die CO2-Bilanz eines Betonsteins hat der als Bindemittel eingesetzte Zement. Die verschiedenen Zementarten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten und spezifischen CO2-Emissionen. Der herkömmliche CEM I Zement hat mit circa 0,8 Tonnen CO2/t die höchste CO2-Intensität. Klinkerreduzierte CEM II Zemente weisen eine geringere Intensität von 0,6 Tonnen CO2/t auf. Seit 2002 setzen wir zunehmend CEM II Zemente in unseren Produkten ein, so dass diese mittlerweile den Hauptanteil von 58% der Bindemittel ausmachen. Im Jahr 2014 konnten hierdurch 5.925 Tonnen CO2-Emissionen in der Vorkette ver- mieden werden. Die Verwendung von CEM II Zementen wird von Verfügbarkeit und technischen Einsatzmöglichkeiten beeinflusst. Darüber hinaus können bei einem höheren Anteil an CEM II Zementen weniger Zementersatzstoffe verwendet werden. Die Entwick- lung von Betonrezepturen mit klinkerreduzierten Zementen ist Teil unserer kontinuierlichen Forschung. Ersatzstoffe Verschiedene Zement-Ersatzstoffe ermöglichen es, den Anteil an CO2-intensivem Zement zu verringern. Steinkohleflugasche ist ein Abfallprodukt der Stromerzeugung in Kraftwerken. Gesteinsmehle entstehen in Steinbrüchen als Nebenprodukt in Entstaubungs- und Siebanlagen. Der bei der Weiterbear- beitung in den Werken anfallende Strahl- und Schleifstaub kann ebenfalls dem Massenbeton zugegeben werden. Im Jahr 2014 haben wir durch den Einsatz von Zementersatzstoffen 8.500 Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Der Recyclinganteil bei Bindemitteln konnte seit 2010 von 12% auf 15% erhöht werden. Zusatzmittel & Farben In den Produkten können zusätzlich Tenside und Silikon- Emulsionen in kleinen Mengen (< 0,01 Masse %) enthalten sein. Diese Zusatzmittel beinhalten entsprechend Anhang XIV der REACH-Verordnung keine besorgniserregenden Inhalts- stoffe.

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